Lukas Hospiz - Film Der Tod in meinem Leben

Erfolgreiches Pilotprojekt: Der Tod in meinem Leben

Die Filmstudenten Naemi Mühl und Tim Meyer haben sich in einem filmischen Gestaltungsprojekt dem Thema Tod gewidmet. Im Rahmen eines Seminars bei Prof. Fosco Dubini (FH Dortmund) produzierte cangoo media Interviews mit Menschen die tagtäglich dem Thema Tod begegnen.

Sich als junger Mensch unter freiwilligen Umständen dem Thema Tod zu widmen ist vielleicht nicht ganz gewöhnlich. Aber gerade aus diesem Grund haben sich die Studierenden der Fachhochschule Dortmund in ihrem 8. Fachsemester in einem Doku-Seminar für ein unbeliebtes Thema entschieden. „Ich lief vor einiger Zeit durch den Dortmunder Hauptbahnhof und sah einen etwa 75-jährigen Mann mit knie-hohen Lackstiefeln. In diesem Moment war es wirklich sichtbar, dass es in unserem Land kein Tabu mehr gibt. Alles ist möglich – und das gefällt mir. Aber während der Zugfahrt überlegte ich mir, dass es wohl noch ein Tabu gibt – nämlich unseren eigenen Tod!“, erklärt Tim Meyer.

Das Projekt war nun thematisch definiert und es ging an die Konzeption: „Wir mussten Menschen treffen, die den Tod besser kennen als wir.“, sagt Meyer und so begann die Akquise an Türen von Menschen, die in einem beruflichen Zusammenhang mit dem Thema Tod stehen. Eine Hospiz-Leiterin, eine Psycho-Onkologin, zwei Feuerwehrmänner und ihre Vorgesetzte. Der Stil ist denkbar einfach und das auch gewollt: Der Besucher kann sich auf einer Internetseite verschiedene Profile aussuchen und Fragen anklicken, die dann in einer Video-Antwort abgespielt werden.


Das Projekt wurde geprüft und für sehr gut befunden, versichert Tim Meyer: „Das ganze Projekt hatte eine Art von Magie an sich. Wir haben genau die richtigen Menschen getroffen und auch das Publikum hat sehr gut auf den Stil unseres Projekts reagiert. Es gab wirklich niemanden, der sich nicht Zeit für das Thema genommen hat. Mir wurde sogar erzählt, dass eine Mutter sich aufgrund unserer Interviews innerfamilär zu dem Thema ausgesprochen hat. Das ist wirklich eine tolle Bestätigung!“. Doch mit dem Projekt wird vorerst nicht gänzlich Schluss sein. In der Kreativschmiede von cangoo media liegen bereits schon neue Pläne auf dem Tisch. Das Thema ist zu einem Jahresthema 2016 geworden und das weil das Publikum es so möchte, erklärt Meyer:

Das Publikum erwartet einen Film

„Viele Leute haben auf der Seite den Trailer zu dem Projekt gesehen und mich daraufhin gefragt, wann denn der richtige Film zu sehen sei. Daraufhin musste ich mich etwas rechtfertigen, dass es lediglich ein Trailer für genau diese Seite ist und das Projekt kein Film im klassischen Sinne ist“. Doch gerade diese Rückfrage brachte Tim Meyer dann auf die Idee, sich dem Thema Tod in einem klassischen Format zu nähern: Einer Filmdokumentation. Das ist sein Ziel für 2016 – produziert von cangoo media. Und es gibt schon erste Ideen, denn eine ganz normale Dokumentation wäre keine Herausforderung: „Ich möchte in dieser Dokumentation als junger Mensch vor der Kamera stehen und Fragen nach dem Tod stellen. Auch hier werde ich Menschen besuchen, die tagtäglich in ihrem Beruf mit dem Thema Tod zutun haben. Aber ich will auch ein Gefühl dafür bekommen, was junge Menschen dazu denken. Was denken ältere Menschen? Was denken Bauarbeiter zu diesem Thema? Es soll eine kleine ethnologische Reise werden“

 

Sophie Wieninger
Sophie Wieninger
redaktion@cangoomedia.de

Mein Name ist Sophie Wieninger und ich studiere Journalistik an der TU Dortmund. Die crossmediale Ausrichtung von cangoo media ist für mich eine spannende Herausforderung, weil ich mit Blick auf die Zukunft von der Vernetzung multimedialer Inhalte überzeugt bin.